Byzantinischer Kontext · Seldschukisch
Melissa officinalis
Lemon balm · Melissa · Melisse · Zitronenmelisse · Melisa
Seit dem 12. Jahrhundert in den byzantinischen Klostergärten von Iznik (Nicaea) kultiviert.
Melissa officinalis — Zitronenmelisse — war eine zentrale Pflanze der byzantinischen Klosterkräuterkunde. Die Mönche von Iznik kultivierten sie ununterbrochen seit dem zwölften Jahrhundert, und die Tradition wurde durch seldschukische und osmanische Verwaltungen ohne Unterbrechung weitergetragen.
Auf dem Körper ist die Melisse die Pflanze der Ruhe. Mevlana aus Konya schrieb über Vuslat — die Rückkehr zum eigenen Zentrum. Die Pflanze trägt dasselbe Register: kein Eingriff, eine Rückkehr.
Eigenschaften: beruhigend, mild kühlend, sanft hebend. Traditionelle Anwendungen: Aufgüsse, Kopfhauttonikum, leichtes Hautwasser, Abendbad.
Eine vollständigere Lesung dieser Pflanze — Etymologie, Dokumentation, Ritual, Aktar-Tradition, regionale Spezifik — folgt mit der Zeit. Das Journal trägt monatlich einen Langform-Beitrag; diese Pflanze erhält ihren eigenen Eintrag im redaktionellen Rhythmus.
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